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	<title>PERPLEX - Mein Klamottenladen &#187; Lernen</title>
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	<description>Streetwear Fashion in Koblenz bloggt</description>
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		<title>Gutes Lernen ist lernbar</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 23:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MrFredStyle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Azubi]]></category>
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		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Alljährlich im Februar und im Juni stehen Prüfungen an. Unsere Azubi versuchen gerne in dieser Zeit Urlaub zu bekommen. Sie wollen lernen. Es gibt aber bessere Methoden als brutales Brainbashing, gute Ergebnisse bei den Prüfungen zu erreichen. Etwas Theorie: 1932 &#8230; <a href="http://freestyle-perplex.de/blog/azubi/gutes-lernen-ist-lernbar">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alljährlich im Februar und im Juni stehen Prüfungen an. Unsere Azubi versuchen gerne in dieser Zeit Urlaub zu bekommen. Sie wollen lernen. Es gibt aber bessere Methoden als brutales Brainbashing, gute Ergebnisse bei den Prüfungen zu erreichen.</p>
<p>Etwas Theorie: 1932 veröffentlichte der amerikanische Psychologe Frederic Bartlett eine Studie: weiße Versuchspersonen sollten ein vorher gehörtes indianisches Märchen wiedergeben. Die Versuchspersonen ersetzten Begriffe falsch und ließen Teile der Geschichte weg. Die Ergebnisse waren eindeutig. Die Personen hatten kein Verständnis für die indianische Kultur und deshalb Probleme die Geschichte nach zu erzählen.</p>
<p><cite>&quot;Wir nutzen, was wir wissen, um zu verarbeiten, was wir aufnehmen.&quot; Roger Schank</cite></p>
<p>Unser Gehirn arbeitet ökonomisch. Nicht näher bezeichnete Begriffe versuchen wir aus bereits Bekannten abzuleiten. Ein Vogel ist in unserer Vorstellung ein Spatz oder eine Krähe, nicht etwa ein Papagei oder ein Pinguin. Hinter einer Tür verbirgt sich ein Raum, von dem wir schon gewisse Vorstellungen haben. Wir wären überrascht, wenn uns dort ein tiefer Abgrund erwarten würde. Wir verknüpfen unser Wissen in einem großen Netz mit bereits bekanntem Wissen. Je mehr Knoten sich dazu finden lassen, je einfacher ist es für das neue Wissen einen Platz zu finden.</p>
<p>Neu erworbenes Wissen wird dabei in einem Kurzzeitspeicher aufbewahrt, bis es vom Langzeitgedächtnis ausgelesen wird und einen Platz im Gehirn im großen Wissensnetz erhält. Leider ist das Kurzzeitgedächtnis nur sehr begrenzt. Etwa 7-10 Informationsbündel oder englisch &quot;Cluster&quot; haben dort Platz. (Das Wissen dazu ist noch begrenzt, die Informationen können fehlerhaft sein.) Wenn das Gehirn noch keinen Knoten enthält, an dem das neue Wissen angeknüpft werden kann, dauert die Verarbeitung länger und der Lernprozess stockt. Man bekommt das neue Wissen einfach nicht in den Kopf hinein. Kennst du auch, oder?</p>
<p>Eine weitere Barriere, die überwunden werden muss, ist das limbische System. Dieser uralte Teil des Gehirns, den wir übrigens auch mit anderen Säugetieren teilen, ist für die Emotionen verantwortlich. Ebenfalls filtert es die wichtigen von den unwichtigen Informationen. Können wir uns noch mal schnell die Urahnen in den Sinn rufen? Säbelzahntiger: böse=ich muss weg. Rote Beeren: gut=lecker ababb. Genau das ist die Aufgabe des Gehirns. Unser Überleben und den Fortbestand unserer Art zu sichern. Inwiefern da für den Pararafen &sect; 108 BGB Platz ist, ist von der Grundeinstellung abhängig. Wenn die grade auf lernen ausgerichtet ist, ok; wenn wir grad einen Witz gehört haben oder einen leckeren Paarungspartner zu Gesicht bekommen, nada. Und für unser Gehirn ist Paarung wichtiger als Pauken!</p>
<p>Viel Theorie? Die Praxis ist viel einfacher, kostet aber auch ordentlich Überwindung. Lernen tun wir am besten in kleinen, regelmäßigen Portionen mit genau getimten Wiederholungen. Ideal ist es den Stoff nach der Schule direkt noch einmal nach zu arbeiten (nicht nach zu lesen sondern arbeiten!), eigene Gedanken dazu zu entwickeln und schriftlich fest zu halten. Das ganze dann am nächsten Tag noch einmal auspacken und büffeln, dann nach einer Woche und dann nach einem Monat. Dann sollte das Gröbste drin sein und wenn nicht, die Wiederholungszeiträume einfach etwas enger legen.</p>
<p><cite>&quot;Wir behalten 10% von dem was wir lesen, 20% von dem was wir hören, 30% von dem was wir sehen, 50% wenn wir hören und sehen, 70% wenn wir unser Wissen weitergeben und 90% wenn wir das Wissen anwenden.&quot;</cite>Die Prozentzahlen sind totaler Quatsch, das Prinzip ist aber richtig. Lesen beschäftigt andere Sinneskanäle als hören oder sehen. Je mehr Kanäle für die Aufnahme der Informationen verwendet werden, je häufiger werden die Informationen im Gehirn abgespeichert. Das Netz wird immer enger verwebt und die Gedanken sind schneller am Ziel. Und wenn die Gedanken häufiger mal am Ziel ankommen, desto besser ist die Adresse gespeichert und je einfacher funktioniert der Abruf.</p>
<p>Mit diesen Informationen sollte eine Prüfung doch ein Klacks sein! Wenn es für den Winter schon zu spät ist, keine Sorge: heutzutage muss man immer weiter lernen. Mit der Schule ist es nach Ausbildungsende noch nicht vorbei. Die Halbwertszeit des Wissen liegt derzeit etwa bei 3 Jahren.</p>
<p>Und für die, wo der Urlaub schon durch ist: Ausgehen mit Freunden, lange schlafen und mal fünfe grade sein lassen, sind auch voll geile Sachen.</p>
<p>p.s. Für alle die doch etwas intensiver in die Welt des Lernens eintauchen wollen, die Technik des Speedreadings und Mindmappings erlernen und anwenden wollen, empfehle ich Bücher von Christian Grüning.</p>
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